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Malteser Georgsmarienhütte

Pfarrer Hyginus Chigere wird heute beigesetzt

03.12.2018
Pfarrer Haitschi †
Bei der Spendenübergabe der Bäckerei Overmeyer 2017: Pfarrer Chigere (2.v.l.) und Dienststellenleiterin Charlotte Hengelbrock aus Hunteburg (r.)
Das Malteser-Hospital...
...in Umuzike
Das Kinderheim in Orlu konnte 2015 den Schulbetrieb wieder aufnehmen
Charlotte Hengelbrock und Hermann Otte aus Hunteburg trafen bei Ihrem letzten Besuch auf fröhliche und dankbare Kinder
Norbert Wemhoff (r.) leitet bis heute die Malteser-Nigeriahilfe in der Diözese Osnabrück

Abuja/Osnabrück. Am 18. November war im Alter von 60 Jahren der nigerianische Pfarrer Dr. Nkem Hyginus Chigere verstorben. Er wird heute am Dom in der Bischofsstadt Orlu beigesetzt.

Pfarrer Haitschi, so wie er von allen genannt wurde, hatte den Malteser Hilfsdienst zur Zeit seiner Promotion in Münster kennengelernt und war bis heute Koordinator der Hilfsprojekte des Malteser-Diözesanverbandes Osnabrück in Nigeria.

1996 übernahm er die geistliche Begleitung der Osnabrücker Malteser-Lourdeswallfahrt. Daraus entstand die bis heute anhaltende Entwicklungszusammenarbeit mit seiner Heimatdiözese Orlu. 1997 ließ er sich in Osnabrück zum Erste-Hilfe-Ausbilder qualifizieren und begann mit Kursen als Hilfe zur Selbsthilfe. Ein Jahr darauf gründete er in seiner Gemeinde Umuzike einen ehrenamtlichen Malteser-Verein, später weitere Malteser-Gruppen an anderen Orten. 

"Dank dauerhafter Geld- und Sachspenden aus Deutschland und der bis heute anhaltenden Zusammenarbeit mit benachbarten Ordensschwestern, wurde auf einer bereits bestehenden Sozialstation ein Malteser-Hospital zur notdienstlichen Versorgung der armen Landbevölkerung aufgebaut. Nach Einrichtung einer selbständigen Strom- und Wasserversorgung, wurden in den letzten Jahren auch stationäre Aufenthalte ermöglicht", erläutert der Nigeriabeauftragte und frühere Diözesanleiter Norbert Wemhoff von den Maltesern Georgsmarienhütte.

Zum Hospital gehört auch eine Nähstube. Nach mehreren Fahrzeugspenden und einer Förderung über die Bingo-Umweltstiftung Niedersachsen, übernahmen die Malteser auch die ambulante medizinische Erstversorgung und Krankentransporte in der ländlichen unwegsamen Region sowie die Beförderung von Toten. 

Mit Unterstützung einer privaten Stiftung und koordiniert von Pfarrer Haitschi wurde von 2013 bis 2017 außerdem die umfangreiche Renovierung eines Heims für gehörlose und geistig behinderte Kinder in der Bischofsstadt Orlu umgesetzt. In diese Maßnahme flossen auch die Erträge einer gemeinsamen Brotaktion der Malteser Hunteburg mit der Bäckerei Overmeyer auf dem jährlichen "Ponymarkt".

Pfarrer Haitschi finanzierte diese Projekte zum Teil aus eigenen Mitteln, unter anderem durch seine jährliche Urlaubsvertretung in den Bistümern Osnabrück und Münster. Er wohnte zumeist in der Kirchengemeinde Herz-Jesu Georgsmarienhütte.

Bei seiner diesjährigen Ankunft im August wurde eine unheilbare Krebserkrankung diagnostiziert. Nach zwischenzeitlichen Behandlungen im Osnabrücker Franziskus- und Marienhospital, kehrte er vor zwei Wochen nach Nigeria zurück. In einem Krankenhaus der Hauptstadt Abuja verstarb er am Sonntag im Kreis seiner Familie. Die Beerdigung wird am 3. Dezember am Dom in Orlu stattfinden.

Noch in Abstimmung mit Pfarrer Haitschi, wurde vom Bischof bereits ein Nachfolger eingesetzt. Mit ihm, dem Präsidenten der Malteser in Umuzike sowie den Ordensschwestern stehen wir aktuell im regen Austausch. Die medizinische Versorgung und alle übrigen Dienste sind dauerhaft gesichert.

Die Malteser-Diözesanleitung bedankte sich nach dem Gedenkgottesdienst am 27. November in Herz-Jesu Georgsmarienhütte für die enge Zusammenarbeit und finanzielle Unterstützung durch das bischöfliche Generalvikariat und die medizinische Versorgung durch das Franziskus- und Marienhospital.

Intern gewürdigt wurden Diözesanseelsorger Diakon Harald Niermann, die Diözesanauslandsbeauftragte Octavie van Lengerich und Diözesanreferentin Malteser Pastoral Sabine Krüger für ihre organisatorische Unterstützung und vor allem den persönlichen und seelsorglichen Beistand für Pfarrer Haitschi in den letzten Wochen.

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